Archiv Januar 2007

Neckarschwimmen im Januar


Auch dieses Jahr war ich bei der Aufsicht zum Winterschwimmen wieder dabei.

Kommentar hinzufügen 18. Januar 2007

Mein Sohn


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Mein Vater


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Ertrinkungsnotfall im Süßwasser

Therapie beim Ertrinkungsnotfall

Jeder Patient am Unfallort der durch Ertrinken oder Beinahe Ertrinken zu Schaden kommt ist ein Notfallpatient und muss auf einer Intensivstation behandelt werden. Schnellstmögliches absetzen des Notrufes 112 ist also erforderlich.

Zeit ist ein vordergründiger Faktor.
Ralph Altmann im DLRG Rettungsboot
Ralph Altmann im DLRG Rettungsboot

Deshalb den Patienten so schnell als möglich aus dem Wasser retten. Dabei das Risiko und die Gefahr für sich selbst stets beherzigen. Das Hauptaugenmerk nach der Rettung beim Beinahe – Ertrunkenen liegt bei der raschen Beseitigung des herabgesetzten Sauerstoffgehaltes im Blut (Hypoxämie ). Wache Patienten erhalten über eine Maske Sauerstoff ( 15l/min) und werden anschließend im Krankenhaus 12 – 24 Stunden überwacht .um spätere Komplikationen auszuschließen oder zu vermeiden (spätes ARDS , Aspirationspneumonie = sekundäres Ertrinken ) Wärmeerhaltung ist indiziert jedoch keine aktive Erwärmung des Körpers. Einer Decke aus Stoff ist gegen einer Decke aus Folie der Vorzug zu geben. Zum einen wegen Gefahren beim Defibrillieren, sowie einem besseren Schutz vor Bodenkontaktkälte

Bei Rettungen aus seichten Gewässern ist mit einer Verletzung der Wirbelsäule zu rechnen

Deshalb ist an eine frühzeitige mechanische Stabilisierung der Halswirbelsäule zu denken. Bei Patienten mit Bewusstlosigkeit und deutlichen Zeichen des Lungenversagens und Zyanose ist sofortige HLW angezeigt. Auch bei schon bereit gestelltem AED – Gerät ist zuerst mit HLW zu beginnen. Vor allem bei jüngeren Patienten zeigten Iniziale Beatmungen die rasch durchgeführt wurden schon Erfolg. Beim Beatmen mit Maske ist darauf zu achten , dass Wasserverunfallte während des Unfallherganges meist Wasser verschluckt hatten. Und bei Bewusstlosigkeit ist deshalb die Gefahr des Erbrechens mit anschließender Aspiration groß. Wasserverunfallte werden vom Notarzt deshalb in der Regel intubiert. Bei der HLW deshalb auch vor dem überstrecken des Halses die Mundrauminspektion nicht vergessen. Anschließend weitere HLW bis zum eintreffen des Notarztes. Bei Benutzung eines AED – Gerätes sind dessen Sicherheitsvorschriften zu beachten. D.h. Patient trocknen, auf isolierenden Untergrund legen (z.B. Gummimatte ) und Zuschauer in genügend großen Abstand verbringen. (am besten übernimmt dies der nasse Wasserretter, damit dieser auch geschützt ist, und die Reanimation übernehmen am besten die trockenen Helfer).

Maßnahen am Unfallort um evtl. aspiriertes Wasser aus der Lunge zu entfernen sollten unterlassen werden. Zum einen kann man Wasser aus der Lunge eh nicht mechanisch entfernen, wie z.B. absaugen. Zum anderen hat man festgestellt das die Aspirierte Flüssigkeit eine Menge von 2 – 7 ml/kg Körpergewicht kaum übersteigt. Neurologische Ausfälle sind zu erwarten, aber nicht immer der Fall.

Zeit ist Leben!

Ralph Altmann bei der DLRG Bootstaufe
Ralph Altmann bei der DLRG Bootstaufe

Deshalb sollte ein Patient so schnell als möglich gerettet werden. Aber hier nochmals der Hinweis zum Selbstschutz. Unter anderem ist aber auch das Überleben auch sehr individuell abhängig vom vorigen Zustand des Patienten, der Kälte des Wassers usw. Leichte Hypothermie kann hier auch hilfreich sein. So wird z.B. aus Grönland von einer Wasserrettung berichtet, bei der die Patientin 2 Stunden unter Wasser war, und erfolgreich und ohne Spätschäden reanimiert werden konnte. Speziell bei jüngeren Wasserverunfallten sollte die HLW über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Ein Erfolg kann sich dann noch einstellen.

1 Kommentar 9. Januar 2007


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