Berichte'Allgemeines'

Blitz und Donnerwetter


Wenn diese schwäbische Verwünschung - Blitz und Donnerwetter - einem zugesagt wird, dann heißt das nichts Gutes. Die alten Germanen hatten einen Gott dafür, und selbst die griechen stellten ihren erzürnten Göttervater mit Blitzen in der Hand dar, die er dann auf uns arme Kreaturen schleuderte. Ja, und selbst Martin Luther wollte nach dem Überleben eines Gewitters fortan als Mönch weiter leben. Oder, wer kennt nicht ein verängstigtes Kindlein, dass beim ersten Donnergrollen zu einem unter die Decke kriecht. Also, die Angst vor Blitz und Donnerwetter sitzt tief in uns. Warum ? Ganz klar, bei solch einem Wetterereignis wird uns noch der Tod ereilen.

Was auch klar ist. wer von einem Blitz getroffen wird hat bekanntlich wenig Überlebenschance. Die elektrische Spannung beläuft sich zwischen 50 und 500 Millionen Volt, bei einer Stromstärke von 10 000 bis 300 000 Ampere. Auch die Temperatur im Blitzkanal erreichen Werte um die 30 000 Grad Celsius. Ein Blitz ist auch im wahrsten Sinne des Wortes Blitzschnell. Mit seiner Geschwindigkeit würde er die Erde in einer Sekunde acht mal umrunden. Wobei allerdings direkte Treffer eher selten sind. Häufiger wird von Unfällen berichtet, bei dem ein naher Blitzschlag einen Menschen noch schwer schädigt.


Durch die sogenannte Schrittspannung auf nassem Boden. Wobei dann der Körper von einem Bein zum nächsten vom Strom durchflossen wird. Jeder kennt diese Gefahr. Aber mal ehrlich, wie viele Todesopfer sind hier zu beklagen? In Deutschland nennt Wikipedia 5 Fälle pro Jahr im Durchschnitt. Nimmt man die sekundären Fälle dazu, wie herunterfallende Äste vom Wind, gar umstürzende Bäume oder plötzlich ansteigende Bäche und Flüsse, so werden es schon 100 Fälle, die mit dem Gewitter in zusammenhang gebracht werden. Gegenüber früher wohl eine sehr geringe Zahl. Die wohl darauf zurück zu führen ist, dass immer weniger Menschen sich bei Gewitter ungeschützt im Freien aufhalten. Somit gelten wohl Bergsteiger, Angler, Freigewässerschwimmer und Radler zumindest bei Gewitter als Risikosportler. Aber auch Fußballer sterben manchesmal den heldenhaften Blitztod. Da hier die hohen Flutlichtmasten regelrecht als Blitzfänger gelten und den Strom dann geschickter weise auf dem ganzen Platz verteilt. Aber keine Bange, beim abendlichen Essen am heimischen Tisch wird und wohl dieses erspart bleiben.

Für uns da Draußen sollten hier allerdings ein paar Vorsichtsmaßnahmen sehr nützlich sein.

-Als Schwimmer immer raus aus dem Wasser.Der erhöhte Kopf gilt hier, egal wo man sich im Wasser befindet, als der höchste Punkt der Wasserfläche. Ein direkter Treffer wird dann schon mal wahrscheinlicher. Zudem verteilt sich der Strom, unter anderem, flächenförmig an der Oberfläche entlang. Und durchstömt dann den ausgestreckten Körper mit Sicherheit. Like Elektrofishing.
-A pro fishing. Interessant sind auch die Jenigen unter der Gilde der Angler, die im Gewitter mit nasser Kleidung auf nassem Boden stehen und einen Blitzableiter in denSee werfen. Die Fische beißen besser,heißt es da. Gut, diesen Trick könnte man auch mit Föhn und Badewanne probieren.Nur stehen dort Warnhinweise.
-Buchen sollst du suchen, und bei Eichen sollst du weichen.


Diesen Spruch bitte in den mittelalterlichen Mythos verbannen. Es gab nun mal zu damaliger Zeit mehr Eichen als Buchen. Und bis man so eine Buche mal fand, mied man zumindest die anderen Bäume. Hohe bäume gelten als hervorragende Blitzableiter. Und wer schon einmal einen Baum durch Blitzschlag regelrecht gespalten und mehrere Meter verfrachtet fand, weiß dass der Schutz unter Bäumen trügerisch ist. zumal hier auch durch Wind schon so manch armdicke Ast den einen oder anderen Wanderer erschlagen hatte.
-Raus aus wasserführenden Rinnen und Canyons. Nicht nur das diese den Strom hervorragend ableiten, sondern diese Rinnen füllen sich rasend schnell mit Wasser, und dann droht hier Gefahr durch ertrinken. Hier sah ich schon den Wasserpegel einer Klamm binnen Minuten um 6 Meter ansteigen.
-Keine Blitzableiter am Körper tragen. Wie aus dem Rucksack herausragende Aluminiumstöcke. Oder metallische Schirme in der Hand halten. Zwar gut gegen Regen, aber ungünstig bei Strom. Es kommt ja auch keiner auf den Gedanken , einen Schirm in die Steckdose zu halten, zum dies zu testen. Also, im Akutfall auf die Seite legen.
-Meidet einzeln stehende Objekte. Wie Freileitungsmasten, Skilifte,einzelne Bäume oder gar das Drahtseil eines Klettersteiges.
-Die meisten Gewitter im Süddeutschen Raum werden zwischen 14 und 17 Uhr statt finden. Wenn ihr also Aktivitäten im Freien plant,trotz vorhergesagter Gewitterfront, so sollten diese bis 14 Uhr fertig, und Ihr wieder in trockenen Gefilden sein.



-Die gefählichste Zeit für Blitzschlag ist am Anfang und am Ende einer Gewitterfront. Wenn nichts Anderes mehr übrig bleibt, heißt es aussitzen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mit geschlossenen Beinen (wegen der Spannung im Schritt) in Kauerstellung am Boden hocken. Nach Möglichkeit auf isolierende Fläche stehen ( Seil , Rucksack , Zeltplane ) und alles elektrisch leitende von sich legen.
-Auf jeden Fall auch weg von Gipfeln und Graten. Kurz vor dem Blitzschlag meldet sich die ionisierte Luft mit kistern und hoch angesteltem Kopfhaar(wie beim rubbeln mit Platiklineal übers Haar) Auch hört man ein surren und kistern. Jetzt aber weg.Hier aber Achtung, zwecks Absturz im Gelände. wenn ein Klettersteig nicht mehr verlassen werden kann, dann den Körper mit fixem Seil unterhalb des Herzens anbinden. Der Helm bleibt nicht nur wegen des Steinschlages auf, sondern auch aufgrund des Anpralls beim weg schleudern.


Achtet mal darauf. Eine heran nahende Gewitterfront kündigt sich oft durch 3 zeitlich voneinander getrennte böhige Winde an. Mit der letzten Boe kommen dann auch schon die ersten Regentropfen.

Die internationale Kommision für alpine Notfallmedizin gibt in einer Empfehlung von 2005 (www.ikar-cisa.org) die 30/30 Regel heraus. Diese besagt, das ein Blitztreffer hoch ist, wenn der zeitliche Abstand zwischen Blitz und Donner 30 Sekunden beträgt, und dass man nach dem letzten Blitz nach 30 Minuten wieder ins offene Gelände dürfe.
Dies sollte für Bademeister gelten, die gesichert ihre Gäste wieder ins Wasser lassen wollen. Für uns Freilandaktivisten sollte der gesunde Menschenverstand uns schon mal weiter helfen.

Trotz allem sei gesagt, dass ein erlebtes Gewitter im Freien auch schon ein spektakuläres Schauspiel sein kann. Direkte Treffer eines Blitzes sind bisher noch recht selten , aber satistisch gesehen immer noch häufiger als ein Lottogewinn.

Kommentar hinzufügen 8. Mai 2012

Frühling

Die ersten Frühlingboten kommen schon


Also, raus in die Natur. Die Sonne kann dem angestaubten Gemüht nur Gutes tun.

Kommentar hinzufügen 27. Februar 2012

Gedicht von Sophia Cavatoni

Ich bin das Meer

Ich bin das Meer und sause,

fast wie eine Wasserbrause.

Machmal bin ich ruhig

Ich bin das Meer und stürme,
manchmal so hoch wie Türme

Manchmal bin ich ruhig.

ich bin das meer und habe unten Riffe,
auf mir fahren auch große Schiffe

Manchmal bin ich ruhig

Ich bin das Meer und biete,
für Meerestiere Wohngebiete.

Nicht immer bin ich ruhig

Kommentar hinzufügen 12. Juli 2011

Krawatten binden



Was ein Mann so alles können muss. Hier das Krawatten binden. Also, Spiegel hinter das Laptop stellen…. und los gehts

Kommentar hinzufügen 20. November 2009

Ein Wochenende auf dem Rosenstein

Am 14. / 15. / 16. September 2012 Ist der nächste Hüttendiensttermin von der Familie Altmann
Eike feiert dazu dann hier seinen Geburtstag.


Die Hütte findet ihr wie folgt : Die B29 von Schwäbisch Gmünd in Richtung Aalen bis Mögglingen fahren. Dort den Abzweig nach Heubach nehmen. In Ortsmitte Heubach über den Kreisverkehr hinaus in Fahrtrichtung Bartholomä. Nach dem Marktplatz steigt die Strasse nach links an ,bis vor der Brauerei an der Firma Triumph ein Bogen die Strasse überspannt. Nun biegen wir von der Hauptstrasse scharf links in die Fr.-Spießhofer Strasse ab. (Wichtig für die Navi- Fahrer )Schon bald kommt der Wanderparkplatz “Stellung”. Diesen lassen wir links liegen und fahren nun eine engere und steilere Strasse auf den Berg ” Rosenstein” hinauf. Obenangelangt befindet sich der Parkplatz. Jetzt heißt es , ein Stück zu Fuß zu gehn. In nördlicher Richtung , also fast aus Der , aus der wir gekommen sind beginnt ein geschotterter Weg mit einer Schranke. Diesem Weg folgen wir ca. 200 Meter, bis er einen großen Bogen nach links beschreibt. In diesem Bogen geht östlich, also nach rechts ein Weg in Richtung Ostfelsen. Von dieser Wegkreuzung sind es lediglich 50 Meter bis zur Hütte.Beachtet bitte hier das es dort auch einen Abzweig scharf rechts hinunter ins Tal gibt.Haltet euch dabei links einer kleinen Unterstands-Schutzhütte die am Wegesrand steht. Im Frühling oder Herbst, wenn das Laub noch nicht so dicht ist , sollte die Hütte aber schon ab dieser Weggabelung aus dem Laub hervor schauen. Wer abends den Weg zurück zum Auto finden möchte sollte unbedingt an eine Taschenlampe denken.

Für die Geo-Daten Läufer hier noch ein paar Daten zur Ortsbestimmung
N 48° 47,526´
E 009° 57,256´
Höhe 675m

Auf Euer zahlreiches Kommen freut sich
Ralph

Kommentar hinzufügen 12. Februar 2009

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